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4 Wege, wie Open Banking Inkasso-Services digitalisiert und die Zahlungsbereitschaft steigert

12. August 2020 / in Open Banking, Inkasso, Inkasso-Unternehmen

Laut einer Studie des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen werden durch Inkasso-Dienstleistungen jährlich 5,8 Milliarden Euro in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt. Die wirtschaftliche Bedeutung der Inkasso-Unternehmen ist groß, die mangelnde Zahlungsmoral vieler Verbraucher allerdings immer noch eine große Herausforderung. Die brennendste Frage der Inkasso-Unternehmen liegt auf der Hand: Wie bewege ich Kunden dazu, offene Rechnungen zu begleichen?

Dank Open Banking eröffnen sich für Inkasso-Unternehmen neue Möglichkeiten, das Kundenerlebnis und damit ihre Chance auf Erfolg zu verbessern. In diesem Blog-Artikel erklären wir, wie das Angebot von Kontoinformationsdiensten die Rückzahlungsquote steigert und Zahlungsauslösedienste Kunden das Bezahlen erleichtern. Außerdem erfahren Sie, wie Sie dank Open Banking Ihr Team entlasten und wie kundengerechte Ansprache im digitalen Zeitalter funktioniert.

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1. Besseres Kundenerlebnis mit maßgeschneiderten Lösungen

Bestandskunden – auch bei Zahlungsschwierigkeiten – gut zu behandeln lohnt sich: Für Unternehmen ist die Gewinnung neuer Kunden sehr teuer. Insofern sollten Unternehmen auf Inkasso-Unternehmen mit einem starken Kundenfokus setzen. Doch wie kann ein Inkasso-Anbieter diesen „Kundenfokus“ herstellen? Die Antwort liegt in dem Angebot von Kontoinformationsdiensten (AISP oder KID), die Ihnen dabei helfen, die individuelle Situation des Zahlungspflichtigen zu berücksichtigen und eine Lösung zu finden, die für alle Beteiligten praktikabel ist.

Wie funktioniert das? Dem Schuldner wird ein Login in sein Online-Banking zur Verfügung gestellt, um seine finanzielle Situation genau darzustellen. Anhand des Digital Account Check können sich Inkasso-Unternehmen dann gemeinsam mit dem Kunden die Einnahmen- und Ausgabensituation ansehen und eine personalisierte Lösung erarbeiten.

Vielleicht genügt es bereits, den Zahlungstermin etwas hinauszuschieben oder eine Ratenzahlung zu vereinbaren? Dies kann eine Verschiebung der Frist, eine Umschuldung oder auch die Möglichkeit zum Abschluss eines Online-Kredits bedeuten. 

Hier ist es wichtig, mit dem Zahlungspflichtigen ins Gespräch zu kommen, um zu verstehen, warum die Forderung noch nicht beglichen wurde. Im Anschluss kann dann eine gemeinsame Lösung für die finanzielle Lage gefunden werden. So schaffen Sie eine echte Chance zur Rückführung der rückständigen Zahlungen.

Das Ergebnis: Ein besseres Image für den Inkasso-Anbieter, zufriedene Kunden und höhere Chancen auf eine Begleichung der Rechnung.

Der digitale Kontocheck hilft, die Situation des Kunden zu verstehen und schafft eine echte Chance zur Rückführung der Schulden.

2. Innovative Bezahlmethoden steigern die Erfolgsquote

Um bessere Ergebnisse zu erzielen, sollte nicht nur die individuelle Situation des Kunden berücksichtigt werden, auch innovative Lösungen für die Rechnungsstellung verbessern die Erfolgschancen. Im Rahmen des Open Banking wird stets versucht, die Begleichung der Rechnung so einfach wie möglich zu gestalten. Zahlungsauslösedienste (PISP oder ZAD) greifen Inkasso-Unternehmen mit neuen Bezahlmethoden unter die Arme.

Wie funktioniert das? Zahlungsauslösedienste bieten innovative Bezahlmethoden, die das Bezahlen so einfach wie nie zuvor machen. Mit einer Zahlungsabwicklung ohne Medienbrüche wird der Zahlungspflichtige optimal durch den Bezahlprozess geführt. Um eine Zahlung zu initiieren, benötigt der Kunde lediglich den Login in sein Online-Banking und gibt die Überweisung (z.B. via TAN-Verfahren) frei. 

OnlineÜberweisen ist eine solche TÜV-zertifizierte Online-Überweisung ohne Registrierung. Dieses Zahlungsverfahren ist auch als Whitelabel-Lösung im Look & Feel des Inkasso-Anbieters realisierbar.

Nicht nur online, auch papierbasiert bieten PISPs inzwischen innovative Bezahlkonzepte an. Dafür wird beispielsweise ein PayPerCode auf eine herkömmliche Rechnung gedruckt, den der Kunde nur scannen muss, um dann direkt online zu bezahlen. Ob auf Papier oder digital, in beiden Fällen wird der Kunde zum Bezahlen auf eine Landing Page weitergeleitet, die der Zahlungsauslösedienst zur Verfügung stellt. Dort kann er die Rechnung auch sofort online begleichen.

Das Ergebnis: Ein nahtloses Bezahlerlebnis ohne manuelle Schritte, die das Bezahlen im Falle von Papier- oder E-Mail-Rechnungen unnötig erschweren.

Infografik Zahlungsmethode

3. Open Banking verkürzt interne Arbeitsprozesse

Mit den neuen Bezahlmethoden erleichtert Open Banking auch Ihren Mitarbeitern die Arbeit. Die Fehlerquote bei dem Bezahlvorgang selbst ist deutlich niedriger, wodurch Nachfragen, Berichtigungen und Mahnungen für die Buchhaltung wegfallen. Die Bezahlverfahren sind außerdem so wartungsfrei für das Inkasso-Unternehmen, dass Ihr Team kaum eigene Zeit und Arbeit investieren muss. Um den Prozess von der Entwicklung bis zu der Abwicklung kümmert sich der Zahlungsauslösedienst.

CTA Whitepaper Banking API

Wie funktioniert das? Bei den neuen Zahlungsverfahren wird der Kunde auf eine Landing Page weitergeleitet. Da die Rechnungen digital und bereits vorausgefüllt sind, werden Fehler durch händisches Abtippen oder Kopieren von IBAN und Verwendungszweck vermieden.

FinTecSystems bietet Inkasso-Unternehmen außerdem den „Easy Onboarding“-Prozess für neue Bezahlmethoden. Die Bezahlmethode erscheint im Look & Feel des Inkasso-Unternehmens, der komplette Bezahlvorgang wird jedoch vom PISP gehostet und betreut. So vergeuden Sie und Ihr Team keine Zeit für Entwicklung und Administration und können sich ganz auf Ihre Arbeit konzentrieren.

Das Ergebnis: Weniger Fehleranfälligkeit und eine neue Bezahloption ohne eigene Entwicklungsarbeit.

Übrigens: Auch Kontoinformationsdienste ersparen Inkasso-Unternehmen unnötige Arbeit. Mit dem digitalen Kontoblick können Sie die Erfolgschancen einer erneuten Mahnung einschätzen und sogar den optimalen Zeitpunkt für die Zahlungserinnerung voraussagen. Im Zweifelsfall hilft der digitale Kontocheck selbst bei der Entscheidung, ob der Gang vor Gericht aussichtsreich ist.

Infografik Social Media

4. Neue Kontaktmöglichkeiten für Inkasso-Unternehmen

Früher schrieben Inkasso-Unternehmen meist Briefe oder riefen bei dem Zahlungspflichtigen an. Oft erreicht man jedoch gerade junge Kunden schlecht per E-Mail oder Post. Dem Zahlungspflichtigen da zu begegnen, wo er sich am meisten aufhält, verbessert die Erfolgsrate erheblich. 

Wie funktioniert das? Nutzen Sie digitale und soziale Kommunikationskanäle. Das Angebot ist vielfältig: personalisierte Sprachanrufe, Landing-Pages und oder WhatsApp und Facebook-Messenger. Das Beste daran: Diese Kanäle erzielen nicht nur eine höhere Erreichbarkeit, sondern verbessern die Interaktionsmöglichkeiten enorm. 

Das Ergebnis: Eine Begegnung auf Augenhöhe, zeitgemäßer, erfolgversprechender Kontakt zum Kunden und ein besseres Image.

Das Motto des Inkasso von morgen? Schulden einfordern – mit dem Kunden im Blick. Das klassische Inkasso-Image wird in Zukunft die Bühne frei machen für ein besseres Images und ein digitales Kundenerlebnis. Open Banking wirkt unterstützend, um Zahlungsansprüche durchzusetzen und den Inkasso-Prozess für alle Beteiligten angenehmer zu gestalten.

„Open Banking is necessary, banks are not“? Open Banking geht weit über den Bankensektor hinaus. Lesen Sie in unserer Übersicht, wie und wo Open Banking bereits Anwendung findet.

Schlagworte: Open Banking, Inkasso, Inkasso-Unternehmen

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