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Digitale Bonitätsprüfung in Maschinen-Leasing und Einkaufsfinanzierung: mit API-Banking in Echtzeit!

10. May 2019 / in Trends

Um große Anschaffungen optimal zu finanzieren, setzen Unternehmen auf Leasing und Einkaufsfinanzierung. Maschinen und andere Investitionsgüter kosten viele Tausend, Zehntausend oder gar Hunderttausend Euro. Leasingmodelle und Lösungen zur Wareneinkaufsfinanzierung, auch Finetrading genannt, schonen das Eigenkapital und verbessern die Liquidität. Sie helfen Unternehmen außerdem dabei, die Belastung bestehender Kreditlinien bei ihrer Bank zu vermeiden.

In der Praxis gestalten sich Finanzierungsanträge allerdings häufig kompliziert und langsam, weil noch nicht alle Leasing- und Kreditanbieter digitale Lösungen wie API-Banking und XS2A (Access to Account) in ihre Arbeitsweise integriert haben. In der Folge schrecken einige Unternehmen, deren Business für Leasing- und Finetrading-Lösungen eigentlich prädestiniert ist, noch immer vor Finanzierungsangeboten zurück – ein ungenutztes Geschäftspotenzial für Finanzierungsanbieter.

Kennen Sie sich bereits mit API-Banking aus? Falls nicht, empfehlen wir Ihnen, zunächst einen Blick auf unseren Grundlagenartikel zum Thema Banking API zu werfen.

Händische Antragsbearbeitung belastet Kundenerlebnis

Die Ursachen für diese Situation liegen vor allem im Risikomanagement, das aus Sicht der Finanzierer ein zentrales Thema beim Maschinen-Leasing und bei der Einkaufsfinanzierung ist. Schließlich wollen Leasing- und Finanzierungsgeber Verträge nur mit Unternehmen abschließen, die kreditwürdig sind. Die Ermittlung der Finanzsituation und Prüfung der Kapitalmarktfähigkeit eines Geschäftspartners auf dem herkömmlichen, analogen Weg nimmt allerdings einige Zeit in Anspruch.

Zur Bewertung der Kapitalmarktfähigkeit und Bonität eines antragstellenden Unternehmens fordern Leasing- und Finanzierungsgeber zunächst einmal eine Reihe von Finanzinformationen und Auswertungen zur wirtschaftlichen Situation eines Unternehmens an:

  • Betriebswirtschaftliche Abrechnungen (BWA)
  • Gewinn- und Verlustrechnungen
  • Jahresabschlüsse und Bilanzen
  • Kontoauszüge des Geschäftskontos oder mehrerer Geschäftskonten

Allein das zeitaufwendige Zusammenstellen all dieser Unterlagen ist für viele Unternehmen ein Graus und manchmal ein Grund, erst gar keinen Antrag zu stellen. Die anschließende Übertragung dieser Informationen an den Finanzierer geschieht meist manuell und analog. Der Finanzierer überträgt alle Daten zur Berechnung der Bonität des Antragstellers ebenfalls wiederum manuell in sein System. Die Nachteile dieses Ablaufs liegen auf der Hand:

  • Prozessdauer: Die händische Arbeitsweise ist ineffizient und zieht den Antragsprozess unnötig in die Länge.
  • Prozesskosten: Außerdem verursacht die analoge Form der Antragsbearbeitung einen erheblichen personellen Aufwand.
  • Fehlerpotenzial: Bei der manuellen Übertragung schleicht sich schnell einmal ein Fehler ein.
  • Customer Experience: Der Antragsteller empfindet die lange Wartezeit und den analogen Prozess als unprofessionell und veraltet.

Als Ergebnis entsteht für alle Beteiligten eine unbefriedigende Situation mit langen Wartezeiten und einer nicht mehr zeitgemäßen Arbeitsweise. In Zeiten, in denen Unternehmen auf die Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen sowie bei Finanzfragen auf Geschwindigkeit und Entscheidungssicherheit setzen, stehen Finanzierungsanbieter vor der Aufgabe, ihre Antragsprozesse zu modernisieren.

Digitaler Antragsprozess via API-Banking und XS2A

Mithilfe von API-Banking und XS2A (Access to Account) lässt sich der Antragsprozess deutlich verschlanken. Die zahlreichen papierbasierten Schritte werden durch einen Echtzeit-Blick auf ein oder mehrere Geschäftskonten ersetzt. PSD2-zertifizierte Account Information Service Provider (AISP) wie FinTecSystems bauen per Banking API eine Schnittstelle zu den Online-Geschäftskonten des Antragstellers auf.

Die Voraussetzung dafür bildet die vorherige Autorisierung durch den Kontoinhaber über eine einfache Online-Eingabemaske. Dies ist jedoch nur reine Formsache, mit der Antragsteller intuitiv zurecht kommen. Anschließend profitieren sie selbst unmittelbar vom digitalen Kontoblick in Form von schnelleren Bearbeitungszeiten und weniger Papierkram.

Im nächsten Schritt werden die Transaktionen der Geschäftskonten aggregiert, kategorisiert und aufbereitet. Finanzierungsgeber erhalten so auf einen Blick alle relevanten Informationen auf dem Niveau einer GuV-Rechnung, die sie für die Leasingzusage oder die Entscheidung über die Wareneinkaufsfinanzierung benötigen. Die Antragsteller profitieren wiederum vom schnellen Zugang zum Kapitalmarkt und einem digitalisierten Antragsprozess ohne lästigen Papierkram und lange Wartezeiten.

API-Banking baut eine Schnittstelle zum Geschäftskonto auf, kategorisiert Transaktionen nach einer B2B-Logik und bildet eine GuV-Rechnung ab.

Der wachsende Bedarf an digitalen Lösungen für Maschinen-Leasing und Einkaufsfinanzierung zeichnet sich längst ab. Online-Anbieter wie Compeon versuchen, Finanzierungslösungen unkompliziert über eine einzige Plattform anzubieten. Kreditinstitute und Leasinggesellschaften, die den Anschluss im digitalen Finanzmarkt nicht verlieren wollen, sollten sich dringend mit den Möglichkeiten des API-Banking beschäftigen.

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Schlagworte: Trends

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