Waschmaschine mit Geldscheinen

Geldwäsche 2020 – Wie Open Banking fit macht für die neuen Gesetzesanforderungen

30. January 2020 / in Trends

Im Mai 2019 hat das Bundesministerium der Finanzen einen Entwurf zur Umsetzung der 5. Geldwäscherichtlinie vorgelegt. Das Gesetz soll bereits zum 1. Januar 2020 in Kraft treten. Die 5. Geldwäscherichtlinie bringt einige Veränderungen mit sich und erweitert den Kreis der Verpflichteten um zahlreiche Neuzugänge.

Dies schließt nun neben Finanzinstituten auch Immobilienmakler, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Wallet-Anbieter, Börsen für Cryptocurrencies, Rechtsanwälte und Glücksspielanbieter ein. In diesem Blog-Beitrag klären wir, wie Sie die gesetzlichen Vorgaben umsetzen und mit Hilfe von Open Banking Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bekämpfen.

Was die fünfte Geldwäscherichtlinie für die Geldwäschebekämpfung bedeutet

Das Geldwäschegesetz (GWG) regelt, wie Finanzströme kontrolliert werden. Die Erweiterung des Geldwäschegesetzes dient der Umsetzung der EU-Richtlinie 2018/843 in nationales Recht. Sie verpflichtet insbesondere Akteure, die an Schaltstellen sitzen, an denen Geld bewegt wird. Gegenüber Finanz- und Aufsichtsbehörden müssen diese auf Anfrage nachweisen können, dass sie die Herkunft der Mittel geprüft haben. Dabei schreibt das Geldwäschegesetz nicht nur das Monitoring der Transaktionen vor, es definiert auch Organisations- und Sorgfaltspflichten. Verdachtsfälle müssen aktiv gemeldet werden und drohende Strafen sind nicht zu unterschätzen. Geldwäschebeauftragte und deren Stellvertreter haften persönlich und Fahrlässigkeit wird geahndet.


Wussten Sie eigentlich, woher die Geldwäsche ihren Namen hat? Alles begann wahrscheinlich mit Al Capone. Der legendäre Mafiaboss eröffnete Waschsalons mit Geld, das er mit Alkohol, Drogen und illegalem Handel verdient hatte, um es „rein zu waschen”. Heute ist Geldwäsche nicht mehr in amerikanischen Waschsalons zu finden, es ist ein hochkomplexes, globales Phänomen. Der Status quo ist ernüchternd. Laut einer UN-Studie machen die Verluste durch Geldwäsche 2-5 % des globalen Bruttoinlandsprodukt aus. 2 % aller Fälle werden überhaupt aufgedeckt und nur 0,2 % der Gelder werden wieder sichergestellt! 


Geldwäscheprüfung 2019: teuer, papierbasiert und fehleranfällig

Die Geldwäschebekämpfung kostet momentan viel Geld und Zeit. Aktuell haben Geldwäschebeauftragte gleich mit mehreren Herausforderungen zu kämpfen:

  • Die Prozesse zur Ermittlung der Mittelherkunft sind manuell und zeitintensiv. 
  • Die Informationen, die sie von Usern erhalten sind unstrukturiert, nicht fälschungssicher und auch nur zum Teil digitalisiert. 
  • In vielen Unternehmen existieren dazu noch weitere manuelle Prozesse bei der Datenverarbeitung und daraus resultierende Medienbrüche.

Ein Praxisbeispiel ist die Recherche zur Mittelherkunft. Das Geldwäschegesetz fordert von Verpflichteten einen fälschungssicheren Nachweis, der aus einer "glaubwürdigen und unabhängigen Quelle" stammt. Dafür recherchieren Geldwäschebeauftragte eigenhändig, drucken die Ergebnisse aus, kombinieren sie mit den eingereichten Dokumenten des Kunden – nur, um sie dann wieder einzuscannen und ein vollständiges Ergebnis zu erhalten.

Durch diese Mischung aus digitalen und analogen Daten werden Informationen nicht korrekt überlagert, wodurch ein falsches Bild des Kunden entsteht. Die Anforderungen der Richtlinie werden nicht eingehalten. Die Kundenbeziehung leidet, da der Sachbearbeiter oder Berater häufig an den Kunden herantreten muss, um weitere Unterlagen zu erhalten. Dazu kommt, dass sich der Überprüfungsprozess unnötig in die Länge zieht. 

Source of Funds Check

Geldwäschebekämpfung 2020: innovativ, rechtskonform und digital dank Open Banking

Open Banking bietet innovative Methoden, um die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu unterstützen. Dank intelligenter Datenanalyse erhalten Sie mit dem Source of Funds Check einen fälschungssicheren Nachweis aus einer glaubwürdigen und unabhängigen Quelle. Anhand dieser Mittelherkunft können Sie, bei Unstimmigkeiten, eventuelle Betrugsmuster schneller erkennen und größere Datentransparenz schaffen.

Gleichzeitig werden Ihnen per Access to Account (XS2A), dem PSD2-konformen Zugriff auf die Online-Banking-Daten des Kunden, genau die Informationen zur Verfügung gestellt, die für Sie relevant sind. Basierend auf diesen Open Banking Daten liefert der Source of Funds Check verwertbare Nachweise zu Einkünften, exaktes Matching und Kontextverständnis der Daten.

Der Source of Funds Check ist ein digitaler Einkommensnachweis in Echtzeit und somit ein verlässliches Dokument, um die Herkunft der Mittel Ihrer Kunden nachzuweisen. Er basiert auf dem digitalen Kontocheck, der sich des Access to Account (XS2A) bedient und bereits erfolgreich für die Bonitätsprüfung eingesetzt wird.

Mit digitalen Daten aus dem Online-Banking Ihrer Kunden vermeiden Sie das Risiko manipulierter, manuell eingereichter Kontoauszüge und halten sich zudem an alle gesetzlichen Vorgaben. Ein komplizierter Prozess mit hohem manuellen Aufwand birgt außerdem ein erhöhtes Risiko, den Kunden zu verlieren. Mit dem digitalen Kontocheck ersparen Sie ihm das umständliche und aufwendige Zusammenstellen und Einscannen von Dokumenten, sowie den anschließend langwierigen Überprüfungsprozess.

Der Source of Funds Check ist ein volldigitaler Nachweis über die Einkünfte Ihrer Nutzer – in Echtzeit! Erfahren Sie mehr zu unserer Lösung für Immobilienmakler, Güterhändler, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Wallet-Anbieter und Börsen für Cryptocurrencies, Rechtsanwälte, Glücksspielanbieter und alle anderen Verpflichteten.
Sprechen Sie uns einfach an!

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Schlagworte: Trends

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