Wie Open Banking im Onboarding den Balanceakt zwischen Geldwäschebekämpfung und Customer Experience schafft

11. November 2020 / in Knowledge

Die verschärften Anforderungen der EU-Geldwäscherichtlinie und die Erweiterung des Geldwäschegesetzes fordern von Kredit- und Finanzinstituten, das Thema ‘Anti Money Laundering’ ernst zu nehmen und sich stärker bei der Geldwäschebekämpfung zu engagieren. Konkret heißt das: Besser beobachten und dokumentieren, identifizieren und überprüfen – denn gerade der Beginn einer Kundenbeziehung kann risikobehaftet sein. Entsprechend sind Legitimationsprüfungen beim Onboarding von Neukunden fester Bestandteil des Compliance Managements.

Das klingt nicht gerade förderlich für die Kundenbeziehung, oder? Dabei wird Kundenfreundlichkeit im Bankensektor doch schon seit einigen Jahren prioritär behandelt. Die PSD2 will dem Kundenfokus Zugang in den Finanzsektor verschaffen. Open Banking ermöglicht nie dagewesene Innovationen und technologische Fortschritte, die Benutzerfreundlichkeit garantieren. So steigt auch der interne Druck, wenn es um kundenorientierte Fraud Prevention geht.

Nur – kann das wirklich funktionieren, wenn es um Risiko, Fraud und Geldwäsche geht? In diesem Blog-Beitrag verraten wir Ihnen, wie Sie mit Open Banking Geldwäschebekämpfung und Anti Money Laundering im Rahmen des Kunden-Onboarding gesetzeskonform optimieren, um Ihren und den individuellen Bedürfnissen Ihrer Kunden besser zu entsprechen. Und dabei noch Ihre Sicherheitsstandards erhöhen.

Open Banking im Kampf gegen Fraud CTA

Innovatives AML: Zwischen maximal sicher und maximal kundenorientiert

Wie passen der Kundenwunsch nach Komfort und hohe Sicherheitsstandards zusammen? Sie müssen auf diesem schmalen Grat wandern. Die Aufgabe eines Geldwäschebeauftragten und Compliance-Manager ist in erster Linie, das Institut vor Fraud- und Geldwäsche-Versuchen zu schützen. Für Sie gilt allerdings auch, die Balance zu finden zwischen kundengetriebenen Prioritäten des Produktmanagements und der aktuellen Gesetzeslage. Es ist ein weiter Spagat zwischen optimalem Kundenerlebnis und maximaler Rechtssicherheit.

Der Onboarding-Prozess für Neukunden kann ein guter Ansatzpunkt sein. Onboarding ist so wichtig für die Kundenbeziehung wie relevant für die Sicherheit. Der erste Kontakt mit einem neuen Kunden ist immer auch der Kontakt mit einem Unbekannten – für beide Seiten. Komfortable, innovative Fraud Prevention begeistert. Sichere, GwG-konforme Fraud Prevention schützt.

GwG-konformes Onboarding

Das richtige Maß: Anforderungen des GwG optimal umsetzen

Allein der Bankensektor hat seit 2009 weltweit über 321 Milliarden Dollar an Strafen gezahlt, weil es versäumt wurde, Betrug zu bekämpfen oder vorzubeugen. Rechnet man die Reputationskosten hinzu, die entstehen, wenn Banken in Geldwäsche-Skandale verwickelt werden, wird schnell deutlich, warum niemand die gesetzlichen Anforderungen auf die leichte Schulter nimmt.

Ganz oben auf Ihrer Liste sollte also immer stehen: maximale Sicherheit in Form von Rechtssicherheit, Betriebssicherheit und Kundensicherheit. Im Rahmen des Onboarding-Prozesses schützt hier das Prinzip Know Your Customer (KYC) Banken und alle ihre Kunden, indem es sicherstellt, dass sie legal und mit legitimen Parteien Geschäfte tätigen. Für Sie ist das KYC-Prinzip, auch AML-Prozess (Anti Money Laundering) genannt, damit das Regelwerk, auf das alle weiteren Prozesse und Methoden aufbauen sollten.

Für ein sicheres KYC verlangt das Geldwäschegesetz eine adäquate Identifizierung aller Kunden, beziehungsweise aller Kontoinhaber. Als Verpflichtete ist Ihre Bank für die Einhaltung zuständig, die Durchführung liegt in Ihrer Hand.

Erfahren Sie hier, wie Sie Fraud und Risiken minimieren mit dem Know Your Customer Prinzip!

Ein sicherer Spielraum für bessere Geldwäschebekämpfung

Die Mindestanforderungen, die eine sichere und gesetzeskonforme Fraud Prevention von Anfang an erfüllen muss kennen sie. Wo sind nun die Bereiche, in denen Sie optimieren können? Wie machen Sie den Prozess kundenfreundlicher? Aber auch: Kann man das Onboarding noch sicherer gestalten?

Mit innovativen Identifizierungsverfahren eröffnet Open Banking Ihnen Möglichkeiten, neue Standards in punkto Betrugsbekämpfung und Kundenerlebnis zu setzen. In den folgenden Punkten bieten kontobasierte, GwG-konforme Ident-Lösungen ein besonders großes Optimierungspotential.

Fraud Prevention: Von Anfang an richtig

1. Komfort für Finanzdienstleister und Kunde

Muss Fraud Prevention kompliziert sein? Bürokratie gehört nicht zu den Anforderungen des Geldwäschegesetzes. Ganz im Gegenteil: ein Mangel an Transparenz und komplizierte Prozesse sorgen für eine höhere Fehleranfälligkeit. Machen Sie einen Bogen darum mit rein digitalen Methoden. Diese bauen logisch aufeinander auf, vermeiden Medienbrüche und vereinfachen die Betrugsbekämpfung.

2. Maximale Geschwindigkeit

Bei der Identifizierung folgt Fraud Prevention den immer gleichen Mustern. Warum kostet sie Bank und Kunden dennoch so viel Zeit und Nerven? Langwierig und vielschichtig ist der Prozess nicht, um möglichst sicher zu sein. Vielmehr verlangsamen die vielen Schritte Ihr Onboarding. Zudem sind Sie bei Effizienz und Tempo von der Kapazität des Anbieters abhängig. 24-Stunden-Services, Verfahren ohne Wartezeit und ein schneller Prozess, den Sie einfach nachvollziehen können, lösen dieses Problem für Sie.

3. Minimierte Fehleranfälligkeit

Viele Identifizierungsprozesse stammen aus dem letzten Jahrzehnt. Die teilweise digitalen, teilweise analogen Daten und die teils verschiedenen Stellen, an denen sie verarbeitet werden, sorgen für einen langwierigen, intransparenten Prozess. Jede manuelle Bearbeitung und jeder Prüfprozess stellt eine weitere potentielle Fehlerquelle dar. Mit automatisierten Verfahren umgehen Sie diese Stolpersteine und reduzieren die Fehleranfälligkeit auf ein Minimum.

4. Sicher und transparent

Die Authentifizierung in zwei Schritten (2FA) hat sich in vielen Anwendungsfällen bereits durchgesetzt. Neue GwG-konformen Ident-Lösungen gehen mit einer integrierten Bonitätsprüfung noch einen Schritt weiter! Für die Identifizierung wird das Modell der Sicherheitsschritte sogar in dreifacher Form angewendet, ganz ohne dass der Kunde drei verschiedene Prozesse initiieren muss. Aus Kundensicht ist dies nur ein, zudem einfacher und logischer, Vorgang; für Sie bedeutet es dreifache Sicherheit.

Schlagworte: Knowledge

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