Titelbild Nachhaltiges Inkasso

Wie Open Banking personalisiertes, nachhaltiges Inkasso ermöglicht

1. October 2021 / in Inkasso

Nachhaltigkeit ist das Motto der Zeit und der Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Das gilt auch für Inkasso-Unternehmen.

Gerade nachdem der Druck auf die Branche durch die neue Gebührenordnung ab dem 1.Oktober 2021 zunimmt, gilt es jetzt die richtigen Schritte hin zu einem nachhaltigen Inkasso zu gehen.

Nachhaltigkeit, das bedeutet vor allen Dingen Kundenfokus bzw. Schuldnerfreundlichkeit und ein starker Fokus auf Digitalisierung. Haben Sie das schon mal irgendwo gehört? Korrekt, Digitalisierung und Kundenfokus sind zwei der ganz großen Versprechen der PSD2 und der ganzen Open Banking-Bewegung, die die Finanzwelt im Sturm erobert.

Mit Hilfe von Open Banking können auch ganz neue Wege hin zum digitalen Inkasso beschritten werden. Denn Open Banking eröffnet ungeahnte Möglichkeiten, das Kundenerlebnis und damit auch die Chance auf Erfolg der Zahlungsforderung zu verbessern.

Erfahren Sie, wie das Angebot von Kontoinformationsdiensten die Rückzahlungsquote steigert und digitale Zahlungsauslösedienste Kunden das Bezahlen erleichtern. Außerdem erfahren Sie, wie Sie dank Open Banking Ihr Team entlasten und wie kundengerechte Ansprache im digitalen Zeitalter funktioniert.Infografik: Open Banking für nachhaltiges Inkasso

1. Besseres Kundenerlebnis mit maßgeschneiderten Lösungen

Bestandskunden – auch bei Zahlungsschwierigkeiten – gut zu behandeln lohnt sich: Für Unternehmen ist die Gewinnung neuer Kunden sehr teuer. Insofern sollten Unternehmen auf Inkasso-Unternehmen mit einem starken Kundenfokus setzen. Das ist schlicht und ergreifend nachhaltig im engeren Sinne des Wortes.


Wesentlich ist dabei das Angebot von Kontoinformationsdiensten (AISP oder KID), die helfen, die individuelle Finanzsituation des Zahlungspflichtigen zu bewerten, um ihm beispielsweise so ein maßgeschneidertes Ratenzahlungsmodell anbieten zu können. Personalisiertes Inkasso, wenn man so möchte. Das können Inkasso-Unternehmen Ihren Kunden schon heute bieten - mit Hilfe von innovativen Open Banking-Produkten wie dem Collection Check (im PSD2 Umfeld). 

Selbstverständlich ist auch für den Kunden eine maximale Transparenz sichergestellt, wenn dieser den Kontoblick mittels seines Kontozugriffs aktiviert. Inkasso-Unternehmen agieren so mit geringem Aufwand im Sinne der PSD2-Zahlungsdiensterichtlinie und treten als modernes, digitales Unternehmen auf.

XS2A, Banking APIs und die PSD2. Hier finden Sie alles, was Sie über Kontoinformationsdienste wissen müssen! 

Wie funktioniert das? Dem Schuldner wird ein unkomplizierter Login in sein Online-Banking ermöglicht, um seine finanzielle Situation genau darzustellen. Anhand des All-in-one Collection Check können sich Inkassounternehmen dann gemeinsam mit dem Kunden dessen aktuelle Finanzsituation ansehen und eine individuell passende Lösung zur Zahlung der offenen Forderung erarbeiten.

Bei einer individuellen Inkassobearbeitung ist entscheidend mit dem Zahlungspflichtigen in einen aktiven Dialog zu kommen, um genau zu verstehen, warum die Forderung noch nicht beglichen wurde. Im Anschluss kann dann unter Beachtung seiner finanziellen Lage, eine gemeinsame Lösung für die Begleichung der offenen Forderung gefunden werden. So schaffen Sie gegenseitige Transparenz, welche dann eine echte Chance zum Ausgleich des Forderungsaußenstandes ermöglicht.

Das Ergebnis: Ein besseres Image für den Inkasso-Anbieter, zufriedene Kunden und höhere Chancen auf eine Begleichung der Rechnung.

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2. Innovative Bezahlmethoden steigern die Erfolgsquote

Um den Erfolg im Forderungsmanagement zu steigern, sollte nicht nur die individuelle Situation des Kunden berücksichtigt werden, entscheidend ist auch, den Zahlungsprozess  so einfach und friktionslos wie möglich zu gestalten. Zahlungsauslösedienste (PISP oder ZAD) greifen Inkassounternehmen mit neuen Bezahlmethoden unter die Arme.

Im Rahmen des Open Banking gibt es digitale Payment Solutions wie die TÜV-zertifizierte Online-Überweisung inklusive PayPerCode, ein QR-Code direkt auf der ersten Zahlungserinnerung. Diese sind für den Kunden extrem bequem: scannen, zahlen, fertig. Durch den hohen Komfort ist die Conversionrate sehr hoch. Den Schuldner überzeugt die Einfachheit der Rechnungszahlung, den Gläubiger wie schnell er sein Geld so bekommt.

Wie funktioniert das? Zahlungsauslösedienste bieten innovative Bezahlmethoden, die das Bezahlen so einfach wie nie zuvor machen. Mit einer Zahlungsabwicklung ohne Medienbrüche wird der Zahlungspflichtige optimal durch den Bezahlprozess geführt, ein rundum kundenfreundliches Bezahlen des Forderungsbetrags eben. Um eine Zahlung zu initiieren, benötigt der Kunde lediglich den Login in sein Online-Banking und gibt dann nachfolgend die Überweisung (z.B. via TAN-Verfahren) frei. Online-Überweisen  ist auch als Whitelabel-Lösung im Look & Feel des Inkassounternehmens möglich.

Nicht nur online, auch papierbasiert bieten PISPs inzwischen innovative Bezahlkonzepte an. Dafür wird beispielsweise der PayPerCode auf eine herkömmliche Rechnung oder Mahnschreiben gedruckt. Ob auf Papier oder digital, in beiden Fällen wird der Kunde zum Bezahlen auf eine dedizierte Landing Page weitergeleitet, die der Zahlungsauslösedienst zur Verfügung stellt. Dort kann er die Rechnung  sofort online begleichen.

Das Ergebnis: Ein nahtloses Bezahlerlebnis mit starker Kundenakzeptanz.

3. Open Banking verkürzt interne Arbeitsprozesse

Mit den neuen Bezahlmethoden erleichtert Online Überweisen  die Inkasso Sachbearbeitung im Rahmen der Kontoabstimmung bei Schuldnerzahlungseingängen per Überweisung. Die Quote nicht zuordenbarer Zahlungen ist deutlich niedriger, wodurch Nachfragen, Berichtigungen und Mahnungen für die Buchhaltung wegfallen. Zahlungen können Batch für Masseninkasso verarbeitet werden, oder als einzelner Zahlauftrag, wenn der Schuldner im In- oder Outbounddialog mit dem Inkassosachbearbeiter ist. So kann aus dem Dialog heraus direkt eine Zahlung beauftragt werden.

Übrigens: Auch Kontoinformationsdienste ersparen Inkasso-Unternehmen unnötige Arbeit. Mit dem digitalen Kontoblick können Sie die Erfolgschancen einer erneuten Mahnung einschätzen und sogar den optimalen Zeitpunkt für die Zahlungserinnerung voraussagen. Ganz konkret unterstützt der All-in-one Collection Check bei der Segmentierung in mehreren Phasen der Inkassobearbeitung, so zum Beispiel, ob die Durchführung eines außergerichtlichen oder gerichtlichen Inkassoverfahrens sinnvoll ist.

Wie funktioniert das? Mit der mobilen Bezahllösung OnlineÜberweisen wird der Kunde auf eine festgelegte Bezahlseitegeleitet. Da der Zahlauftrag bereits vorausgefüllt ist und eine Zuordnung zum Aktenzeichen als eindeutiges Merkmal hat, werden Fehler durch händisches Abtippen oder Kopieren von IBAN und Verwendungszweck ausgeschlossen.

FinTecSystems bietet Inkassounternehmen außerdem den „Easy Onboarding“-Prozess für neue Bezahlmethoden. Die Bezahlmethode ermöglicht ein Bezahlen im Look & Feel des Inkassounternehmens. Technisch wird der komplette Bezahlvorgang von FinTecSystems gehostet und betreut. Damit erhalten Sie quasi ein Komplettservice für die Bezahlabwicklung, der Sie und Ihr Team von jeglicher administrativer Tätigkeit in diesem Zusammenhang entlastet.

Das Ergebnis: Digitales Inkasso ist weniger fehleranfällig und nutzt neue Bezahloption ohne eigene Entwicklungsarbeit

In diesen drei Schritten gelangen Inkassounternehmen zielsicher zu mehr Nachhaltigkeit. Kundenfokus, Digitalisierung und Effizienz entscheiden heute, wer in Zukunft dem Wettbewerb vorneweg läuft. 

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Schlagworte: Inkasso

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